GEWONNEN! ENDLICH!

Ein Update zum Post vom 30. September 2020

Uns liegt jetzt das Urteil vor, dass der Kläger, Michael Decker, uns freundlicherweise überlassen hat. Wir wollen dies hier öffentlich teilen, denn es ist sozusagen ein Lehrstück deutscher Juristerei, ein Lehrstück auch von der Verkommenheit und Verlogenheit mancher Gutachter:innen. Ein Lehrstück auch dafür dass letzten Endes das Recht (manchmal) doch eine Chance bekommen kann.

Und natürlich wirft es ein geradezu grausames Schlaglicht auf die Verhältnisse in deutschen Heimen (in diesem Falle) der 60er und 70er Jahre.

Das Urteil wird auf Wunsch des Klägers in voller Länge und mit sämtlichen Angaben veröffentlicht. Geschwärzt haben wir lediglich einen Teil des Lebenslaufes des Kläger (NACH der Heimzeit), von dem er nicht will, dass er öffentlich wird, sowie natürlich die Adresse des Klägers.

Zeigen Sie mit der Maus auf das Dokument, so wird am unteren Ende der ersten Seite eine Bearbeitungszeile sichtbar. Sie haben nun die Wahl, sich durch das Dokument Seite für Seite durchzuklicken.

PDFsam_merge3

GEWONNEN! ENDLICH!

Dieser Prozess auf Zahlungen nach dem Opferentschädigungsgesetz (OEG) wurde gewonnen! Endlich! Nach zehn langen, anstrengenden, nervenzehrenden Jahren.

Allerdings nicht, ohne dass der Prozess von NRW (der Kläger wurde Jahre lang im Franz Sales Haus in Essen schrecklich misshandelt) nach Bremen verlegt wurde, wo der Kläger heute lebt.

Franz Sales Haus

Die lange Zeit zur Urteilsfindung ist in erster Linie dem LWL anzulasten, der immer und immer wieder bestritt, dass der Kläger traumatisiert war, einzelne Aussagen wieder und wieder angefochten hat und nicht bereit war, den Grad der Beschädigung von 50% (!) anzuerkennen.

Wir freuen uns unglaublich mit und für den Kläger, der uns im übrigen bat, allen potentiellen Kläger*innen Mut zu machen:

„Gebt nicht auf !“