Statt Hilfe – Einlieferung in die Psychiatrie!

Ein verzweifeltes ehemaliges Heimkind wendet sich an Ministerpräsident Söder (Bayern) um Hilfe in ihrem Verfahren zu erbitten.

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Statt einer Antwort (oder gar der erbetenen Hilfe), klingelte die Polizei – mit einer Einweisungsverfügung in die Psychiatrie!

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Wir finden es unverständlich, wie hier auf die Aufforderung, bei der Aufklärung der an ihr begangenen Verbrechen behilflich zu sein (nach immerhin 20 Jahren!) reagiert wird!

Wir haben Namen, Adresse, Telefonnummer in den hier abgebildeten Dokumenten unkenntlich gemacht. Sie sind uns bekannt.

Versuchskaninchen Heimkind

Versuchskaninchen Heimkind
Ein Film von Daniela Schmidt-Langels

Es ist ein Skandal, der lange verschwiegen wurde: Seit Beginn der Bundesrepublik bis in die 1970er Jahre werden Kinder und Jugendliche in Heimen und Psychiatrien Opfer von Ärzten und Pharmakonzernen: Sie werden mit Medikamenten ruhiggestellt, für medizinische Versuchsreihen missbraucht sowie schmerzhafen und schon damals umstritenen Diagnoseverfahren unterzogen. Bis heute leiden viele von ihnen unter den Folgen.

Heime, Ärzte und Pharmakonzerne
In den Wirtschafswunderjahren wird die glückliche Kleinfamilie zum gesellschaflichen Idealbild. Verhaltensaufällige Kinder sowie Kinder aus schwierigen Familienverhältnissen dagegen werden of in völlig überfüllte Heime und Psychiatrien abgeschoben, wo sie weitgehend von der Außenwelt abgeschotet und of einer autoritären Erziehung ausgeliefert sind. In vielen Heimen werden Kinder mit Medikamenten vollgepumpt, damit sie ruhiggestellt werden. Doch damit nicht genug: In Zusammenarbeit mit Pharmakonzernen nutzen Ärzte die Situaton in solchen Einrichtungen aus, um auch neue Medikamente und Behandlungsmethoden auszuprobieren – und verstoßen dabei gegen schon damals geltende fachliche und ethische Standards. Nicht wenige der Ärzte sind in die Verbrechen der Natonalsozialisten wie den Mord an körperlich und geistg behinderten Kindern verstrickt gewesen.

Spurensuche mit Opfern
Gemeinsam mit der Tochter und Enkelin von beteiligten Ärzten und drei ehemaligen Heimkindern begibt sich der Film auf Spurensuche. Durch die sehr persönlichen Schilderungen von ihren Qualen und den Folgen der Behandlungsmethoden öfnet der Film immer wieder neue Türen in die Geschichte der Heimerziehung und der Kinder- und Jugendpsychiatrie und deckt die Verfechtungen zwischen Ärzten und Pharmakonzernen im Nachkriegsdeutschland auf. Historiker und Experten erklären, warum es möglich war, dass Ärzte auch um ihrer Karriere und ihrer fnanziellen Vorteile willen an wehrlosen Opfern forschen konnten.

Eine Produkton der Bildersturm Filmprodukton im Aufrag des SWR.
Versuchskaninchen-Heimkind.pdf

Am 03.02.2020 um 23:30 Uhr, ARD,
Wiederholung 03:25 Uhr, ARD
und am 07.02.2020 um 21:17 Uhr auf Tagesschau 24

Verschickungsheime

Verschickungen – Das war nach 1945 der Sammelbegriff für das Verbringen von Klein- und Schulkindern, wegen gesundheitlicher Probleme in  Kinderkuren, Kindererholungsheime und -stätten in den 50/60/70er bis in die 80/90er Jahre. Die Kleinkinder wurden allein und in Sammeltransporten dorthin „verschickt“.  Nach vorläufigen Recherchen handelt es sich um mindestens 8 Millionen betroffene Kinder.  

Vorläufer waren die Kinderlandverschickungen in der Weimarer Republik und unter den Nazis. Die „Verschickungen“ werden häufig als traumatisierend erinnert.

KONGRESS  „Verschickungskinder“
Öffentlicher Kongress zur Aufarbeitung.

EINLADUNG zum Kongress: „Das Elend der „Verschickungskinder“ in den 50/60/70/bis 80er Jahren auf den nordfriesischen Inseln und in ganz Deutschland

Wo: Gebäude Alte Post, Stephanstraße 6, in 25980 Sylt/ OT Westerland
Wann: Am 21./24.11.19 November 2019 (21.11. ist Anreise-, 24. ist Abreisetag)

Die schöne Seite der Insel Sylt

Wir bedanken uns sehr bei der Gemeinde Westerland/Sylt! Sie hat uns einen Tagungsraum für 60 Personen kostenfrei zur Verfügung gestellt. Das Bürgermeisteramt von Sylt möchte sich an der Aufarbeitung dieses Kapitel ihrer und unserer Geschichte aktiv beteiligen !

Ziel des Kongresses ist es, eine Öffentlichkeit zu diesem verdrängten Kapitel in der der Nachkriegs-Bundesrepublik herzustellen, einen öffentlichen Diskurs anzustoßen und bei den heutigen Kinderkurkliniken das Bewusstsein dafür zu schärfen, dass das nie wieder geschehen darf, dass man so mit Kindern, die einer Institution, ohne Eltern anvertraut werden, nicht umgehen darf.

Mehr Infos zum Thema und Kontakt  hier:  www.verschickungsheime.de